ASVM-Damen schlagen Spitzenreiter, Berliner Woche vom 25.01.2012

"Der ASVM räumt ab", Berliner Woche vom 30.11.2011

Projekt "Gib Gewalt einen Korb" gewinnt!

Moabit. Die neue Saison hat für den ASV Moabit Basketball zwar noch nicht begonnen. Und doch ist der Jubel schon jetzt riesengroß: Denn der Klub hat mit seinem Projekt „Gib Gewalt einen Korb“ bei einem Berliner Radiosender ein nagelneues Auto gewonnen. Geschäftsführer Andreas Riebold wird am 28. September eigens nach Wolfsburg reisen, um das neue Gefährt, einen VW Fox, in Empfang zu nehmen. „Es wird für unsere Jugendarbeit Gold wert sein“, erklärt Riebold. Es gebe in Moabit einfach zu viele Kinder, die den Weg in die Halle nicht fänden, weil sie weder ein Fahrrad noch eine Monatskarte besitzen. „Wir werden Kinder damit zum Training abholen und vor allem auch wieder nach Hause begleiten können“, verspricht Riebold.

Dass sich der ASV für Kinder stark macht, zeigt sich auch an dem siegreichen Projekt. Der Klub geht an Grund- und Oberschulen im Kiez und klärt darüber auf, in welchem Rahmen der Sport genutzt werden kann, um präventiv zu wirken, verbalen und körperlichen Aggressionen und Gewaltexzessen vorzubeugen. „Wir machen das seit zwei Jahren und haben in diesem Zusammenhang mit allen Grundschulen in Moabit, mit Ausnahme einer einzigen, Kooperationen geschlossen.“ Ein wichtiger Anspruch des ASV ist es, sich mit dem Standort Moabit zu identifizieren und ein Spiegel seiner Bevölkerung zu sein. „Gemeinschaftssinn, den Kindern auch mal Familie sein, überhaupt füreinander einzutreten – das sind zentrale Motive unserer Philosophie“, sagt Riebold. In Moabit und berlinweit Das Einzugsgebiet des  Klubs ist aber wesentlich größer. „Bei den Erwachsenen kommen viele unserer Aktiven aus den unterschiedlichen Bezirken. Es ist uns wichtig, diesen Spagat hinzubekommen. Denn wir wollen hier in Moabit einen Basketballstandort schaffen, der berlinweit nicht mehr wegzudenken sein wird.“

Der Klub hat zurzeit rund 180 Mitglieder und wird in der kommenden Saison mit vier Teams im Erwachsenenbereich
und sechs Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Die Aktiven kommen aus insgesamt 58 Nationen. In diesem Zusammenhang ist der Klub erst im Juni von Klaus Wowereit mit dem „Band für Mut und Vernunft gegen
Ausländerfeindlichkeit“ geehrt worden. Und neben diesem sozialen Engagement wird beim ASV Moabit auch noch richtig guter Basketball gespielt: So stiegen die Damen des Klubs in diesem Sommer in die 2. Bundesliga auf und
sind damit die Nummer eins in Berlin. „Sportlich ist dieses Team natürlich unser Aushängeschild. Und wir
würden uns sehr darüber freuen, wenn der Klassenerhalt gelingen könnte.“

Die Heimspiele trägt das Bundesligateam beim OSZ Banken und Versicherungen, Alt-Moabit 10, aus. Riebold
würde sich wünschen, möglichst viele Moabiter zu den Heimspielen in die Halle locken zu können.

Text: min

ASVM erhält Ehrung durch den Regierenden Bürgermeister

copyright: DGB

PRESSE-INFORMATION vom 25.05.2011

Der ASV-Moabit Basketball Club wird auf Grund seines hohen
ehrenamtlichen Engagements im Bereich der interkulturellen Jugendarbeit und Gewaltprävention mit dem „Band für Mut und Verständigung“ geehrt, das durch das Bündnis der Vernunft
gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit* verliehen wird.

Die Preisverleihung findet am 08. Juni 2011, um 10.00 Uhr im Wappensaal des Berliner Rathauses in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit statt.

Der ASV-Moabit Basketball Club existiert in dieser Form erst seit Januar 2010 und bietet über die sportlichen Erfolge hinaus im Bereich der interkulturellen Jugendarbeit und Gewaltprävention überdurchschnittliches Engagement auf. Anfang Mai 2011 zählte der Verein 170 Mitglieder aus 50 verschiedenen Nationen im Alter von 7 bis 90 Jahren. Entscheidend sind neben Teamgeist und Fairness, dass ethnische und religiöse Fragen bezüglich des Umgangs miteinander keine Rolle spielen. Seit 2010 laufen parallel zu den sportlichen Aktivitäten Projektreihen, die diese Haltung verdeutlichen, wie „Gib Gewalt einen Korb“, “ASV-BBall goes history“, „Brandenburger Landpartie“ u.a.

Das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit * vergibt seit 2006 den Sonderpreis des „Bandes für Mut und Verständigung“. Dieser Sonderpreis ist eine Auszeichnung für außerordentliches Engagement vor allem junger Menschen und Initiativen im Bereich der interkulturellen Arbeit und Verständigung. Geehrt und gewürdigt werden sollen damit insbesondere noch junge Initiativen, die in ihrer Vorbildfunktion andere Menschen motivieren und bestärken können, sich aktiv gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für ein friedliches Miteinander einzusetzen.

Das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit gründete sich 1991 als Reaktion auf die gewalttätigen Übergriffe auf Ausländer in Hoyerswerda. Seine Mitglieder: Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg: Matthias Platzeck, Der Regierende Bürgermeister von Berlin; Klaus Wowereit, Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration, Arbeiterwohlfahrt Landesverbände Berlin und Brandenburg; Caritasverband für das Bistum Berlin; DGB Bezirk Berlin-Brandenburg; Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband; Deutsches Rotes Kreuz, Landesverbände Berlin und Brandenburg; Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg; Evangelische Kirche; Katholische Kirche; Jüdische Gemeinde zu Berlin; Landessportbund Berlin; Flüchtlingsrat Berlin.

Mit sportlichen Grüßen
ASV-Moabit Basketball Club

kh, 06-09-2011